Vom 5. bis 6. Oktober 2009 fand die diesjährige SME-Charta Konferenz (Small to Midsize Enterprises) der EU unter der schwedischen Ratspräsidentschaft in Stockholm statt. Auf der Konferenz wurde betont, wie wichtig es ist, kleinere und mittlere Unternehmen zu fördern. Denn diese spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraums. Die Konferenz ist Teil des „Small Business Acts“. Mit ihm baut die Europäische Kommission unter anderem die bürokratischen Hemmnisse für kleine und Kleinstunternehmen ab und verbessert deren Finanzierungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch Mikrokredite.
Eine Studie der Europäischen Kommission zeigt, welch hohen Anteil die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an der Wirtschaftsleistung der EU einnehmen: Von den 7,2 Millionen Firmen, die im EU-Raum der Pflicht zur Rechnungslegung unterliegen, sind 75 Prozent Kleinstunternehmen. Diese verfügen über eine Bilanzsumme von weniger als 500.000 Euro, einem Nettoumsatz von maximal einer Million Euro und durchschnittlich zehn Beschäftigte.
Small Business Act unterstützt KMU
Mit dem Small Business Act will sich die EU gezielt für KMU einsetzen. Gesetze und Verwaltungsvorschriften sollen zunehmend auf die Bedürfnisse der KMU ausgereichtet werden. Die SME-Charta Konferenz überprüft diese EU-Vorhaben und deren Umsetzung an konkreten Beispielen aus europäischen Ländern. Zudem will sie strukturelle Maßnahmen für ein erfolgreiches Unternehmertum verbessern. An der Charta nahmen vor allem Vertreter nationaler, regionaler und lokaler Regierungen, Wirtschaftsverbände, Handelskammern und Anbieter von Unterstützungsdiensten für Unternehmen aus den EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, den westlichen Balkanländern teil.
(Fischer-Partner.ORG / N. Staub)